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Pressemitteilung 140 Jahre FF Breitenlee

Kameradschaft als Basis der Erfolgsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Wien

Wien - Seit 140 Jahren steht die Freiwillige Feuerwehr Wien-Breitenlee für Sicherheit und Hilfe in Not. Politikerinnen und Politiker aller Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Berufsfeuerwehr Wien und der Freiwilligen Feuerwehr Wien – Süßenbrunn und Abordnungen aus den Freiwilligen Feuerwehren der benachbarten Orte Niederösterreichs blickten am 02. August 2020 im Rahmen eines kleinen Festaktes gemeinsam auf die beeindruckende Geschichte einer der letzten Freiwilligen Feuerwehren Wiens zurück.

Die Freiwillige Feuerwehr Wien-Breitenlee wurde am 27. Juli 1880 im damaligen Niederösterreich gegründet. Im Oktober 1938 wurden zahlreiche niederösterreichische Gemeinden Teil von Groß-Wien, wodurch es auch zu einem Zuwachs zahlreicher Freiwilliger Feuerwehren auf Wiener Stadtgebiet kam. 1954 schieden 80 der Randgemeinden aus dem Verband der Stadt Wien wieder aus - und mit ihnen 77 Freiwillige Feuerwehren. Da Süßenbrunn und Breitenlee bei Wien verblieben, gibt es in Wien seither zwei freiwillige Feuerwehren.

Die Freiwilligen Feuerwehren werden über die Nachrichtenzentrale der Berufsfeuerwehr Wien alarmiert und rücken im Einsatzgebiet je nach Einsatzart alleine oder zur Unterstützung der Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr aus. Bei Groß- oder Katastropheneinsätzen ist die Freiwillige Feuerwehr Wien-Breitenlee in die Alarmorganisation eingegliedert.

Die Frage, warum es in einer Großstadt wie Wien weiterhin Freiwillige Feuerwehren gibt, beantwortet Kommandant Gregor Sifkovits in seiner Festrede: „Weil es engagierte Menschen gibt, die sich dieser Aufgabe annehmen, die einen Mehrwert in der Sache sehen und sich gerne für Menschen und Tiere in Not einsetzen.“

Mit derzeit 35 aktiven Mitgliedern und dem seit 2011 zur Verfügung stehenden Rüstlöschfahrzeug werden jährlich zwischen 120 bis 150 Einsätze durchgeführt. Das Einsatzspektrum reicht von der Menschenrettung nach Verkehrsunfällen oder Bergung von Tieren aus misslichen Lagen, über die Brandbekämpfung bis hin zu kräftezehrenden Einsätzen nach starken Unwettern. Ein Dienst an der Bevölkerung, der den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden viel abverlangt.

Für Sifkovits ist es daher kein Zufall, dass Feuerwehr und Familie mit dem gleichen Buchstaben beginnen. „Man kennt sich gut, ist miteinander durchs Feuer gegangen, kann sich bedingungslos auf den anderen verlassen, spürt, dass immer jemand hinter einem steht. Die Kameradinnen und Kameraden schaffen die Voraussetzung dafür, dass die Freiwillige Feuerwehr Wien-Breitenlee existieren kann, eine Feuerwehr aus Breitenlee für Breitenlee, aus der Donaustadt für die Donaustadt, aus Wien für die Stadt Wien – ohne Gegenleistung, unbezahlt, ehrenamtlich, 24 Stunden, 7 Tage die Woche.“